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Die Chorfenster der Stadtpfarrkirche erzählen Berichte aus der Bibel, so auch von Christi Himmelfahrt

In älteren Kirchen findet man immer wieder, wie zum Beispiel in Brendlorenzen, Ausmalungen, wobei als Inhalt die Bibel genommen wurde. Auch in der Stadtpfarrkirche gibt es solche Malereien. Viele Menschen konnten im Mittelalter noch nicht lesen und schreiben und so bekamen sie über diese Malereien Einblicke in die Geschichte der Bibel. Biblische Fenster besitzt der Chorraum der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen. Da findet man zu „Christi Himmelfahrt“ die biblische Erzählung in einem eigenen großen Fenster. In der Mitte Christus, um ihm angeordnet Elija, Moses, Isaias und Jeremias.

Darunter die Apostel Johannes, Jakobus und Petrus, sowie weitere Darstellungen aus dem Leben Jesu. Die Bibel berichtet, dass Petrus, Jakobus und Johannes Jesus auf einem hohen Berg sahen. Er war von einem göttlichen Licht umgeben. Zudem erschienen Mose und Elija. Überwältigt von der Herrlichkeit dieses Moments sagte Petrus zu Jesus: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen: eine für dich, eine für Mose und eine für Elija“. Diese Stelle ist im Bad Königshofener Kirchenfenster dargestellt.

Die Bedeutung von Christi Himmelfahrt als kirchliches Hochfest der Himmelfahrt Christi gerät heute oft in den Hintergrund. Die Tradition des Festes ist jedoch schon über 1500 Jahre alt: 40 Tage nach Ostern und zehn Tage vor Pfingsten etablierte sich um das Jahr 400 ein Festtag, der darauf verweist, dass Gott sich ohne Bindung an Raum und Zeit zeigt. Das Evangelium nach Lukas und die Apostelgeschichte schildert  somit den Übergang des Auferstandenen von der Erde in den Himmel als sichtbaren Aufstieg,

Seit Entstehung des Festes Christi Himmelfahrt ist auch die Tradition nachgewiesen, die Tage vor Christi Himmelfahrt als Bitttage zu gestalten und Bittprozessionen durchzuführen. So auch in Bad Königshofen am vergangenen Sonntag nach Ipthausen. Vielerorts, wie im Grabfeld, finden außerdem Wallfahrten oder Flurprozessionen statt, bei denen die Gläubigen durch die Felder ziehen und um eine gute Ernte beten. Diese Flurumgänge gehen wohl ursprünglich darauf zurück, den Gang der Jünger nach Galiläa auf den Berg nachzuahmen, den Jesus ihnen genannt hatte, um dort den Sendungsauftrag zu empfangen.

Autor: Hanns Friedrich

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