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Mit einer feierlichen Andacht wurde die grundlegend restaurierte Lourdesgrotte in Obereßfeld gesegnet

Die historische Lourdesgrotte im Friedhof von Oberessfeld war in die Jahre gekommen und musste dringend saniert werden. Die Sanierungskosten in Höhe von 12.500 Euro wurden vor allen durch Spenden aus der Bevölkerung und von heimischen Firmen aufgebracht, sagen Kirchenpfleger Bernhard Bader und Elisabeth Trice, die auf Anregung der Dorfbevölkerung die Sanierung auf den Weg brachten. 9.750 Euro gingen an Spenden von Privatleuten, örtlichen Vereinen und der Raiffeisenbank ein. Die restlichen Kosten wurden durch Zuschüsse staatlicher Behörden bestritten. Hinzu kamen viele Freiwillige, die zum Beispiel beim Gestalten des Umfeldes mitgeholfen haben.

Gemeinderätin Elisabeth Trice weiß, dass an der Grotte die Tuff-Steine teils herausgebrochen waren und auch die Marienstatue dringend restauriert werden musste. Dabei stellte sich eine Besonderheit heraus, den die Statue ist nicht wie üblich aus Gips, sondern aus Holz geschnitzt und dürfte aus dem 19. Jahrhundert stammen. George Hille, Restaurator aus Oberelsbach, hat die Statue grundlegend saniert und mit wetterfestem Lack überstrichen. Den Neuaufbau der Grotte übernahm die Firma Andreas Vogt aus Ermershausen.

Lourdesgrotten gibt es sowohl in Friedhöfen, teils in Kirchen aber auch in so manchen Privatgrundstücken. Bezirksheimatpfleger i.R., Professor Klaus Reder sagte dazu, dass es sich bei diesen Mariengrotten um Nachbildungen der Grotte von Lourdes in Südfrankreich handelt. In dieser sah 1858 die heilige Bernadette nach eigenen Angaben die Mutter Gottes. Heute ist Lourdes ein bekannter Wallfahrtsort. Anziehungspunkt ist dort eine Grotte mit der Darstellung der Muttergottes.

Die Lourdesgrotte in Oberessfeld ist nun wieder zu einem Schmuckstück der kleinen Grabfeldortschaft geworden. Bereits beim Betreten des Friedhofs fällt sie nun ins Auge. In den Abendstunden leuchten in einem eigenen Kerzenkasten die Lichter und geben der restaurierten Grotte eine besondere Anziehungskraft. Am 2. Mai wurde sie von Pfarrer Stephan Frank im Rahmen einer Andacht gesegnet.

Autor: Hanns Friedrich

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