Zum 81. Mal pilgerten 361 Männer aus den verschiedenen Ortschaften des Landkreises Rhön-Grabfeld von Bad Königshofen nach Vierzehnheiligen.
Am Tag nach Christi Himmelfahrt machten sie sich frühmorgens um 4.30 Uhr nach der Verabschiedung in der Stadtpfarrkirche auf den Fußmarsch. Noch am gleichen Abend zogen sie in die Basilika ein. Am Sonntag wurden sie am Marktplatz von ihren Angehörigen und weiteren Gästen mit Beifall begrüßt. Rund 50 Kilometer bewältigten sie am erste Wallfahrtstag von Bad Königshofen in das oberfränkische Vierzehnheiligen. Bereits am Freitagmorgen gab es um 6 Uhr einen Gottesdienst in der Kirche von Untereßfeld, bevor man weiter in Richtung ehemalige deutsch-deutsche Grenze bei Rieth und zum Wallfahrerkreuz bei Poppenhausen/Gleismuthausen zog.
Beide Orte sind wichtig, denn nach dem Fall der Mauer 1989 nahmen die Wallfahrer erstmals 1990 wieder den alten Weg über das damalige „DDR-Grenzgebiet“. Während es in Zimmerau/Rieth keine Probleme gab, war das Tor in Gleismuthausen verschlossen. Die Wallfahrer öffneten den noch bestehenden Grenzzaun mit den Spazierstöcken indem sie die Bolzen aus den Angeln klopften.
Traditionell wurde das Mittagessen in Wasmuthausen eingenommen, bevor die Wallfahrer nach Seßlach zogen, dort eine kurze Rast einlegten und dann am Seßlacher Kreuz der Verstorbenen gedachten. Über Schloß Banz ging es nach Vierzehnheiligen, wo die Wallfahrer gegen 20 Uhr in die Basilika einzogen. Unterwegs waren aber auch Pilger aus Eyershausen und Sulzfeld im Grabfeld sowie aus Merkershausen.
Am Sonntag kamen die Bad Königshofener Wallfahrer zurück und wurden am Marktplatz Bad Königshofen von vielen Angehörigen erwartet. Pfarrer Stephan Frank begrüßte die Pilger aus Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen traditionell an der Wallfahrtskirche und begleitete sie in die Stadtpfarrkirche. Nach einem kurzen Gebet und den Dank von Wallfahrtsführer Kilian Weigand, sowie seinem Stellvertreter Christian Beck wurde die Wallfahrt mit dem Lied "Segne du Maria" und dem "Frankenlied" beendet.
Autor: Hanns Friedrich






