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1984 war es, dass die Sanierung der welschen Haube am Turm der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen instand gesetzt wurde. Es folgte die Restaurierung der Türmerwohnung sowie die Glockenstuhlsanierung und die Instandsetzung der gesamten Turmfassade. Der Abschluss wurde im Jahr 1986 mit einem Fest gefeiert. Bauherr, so ist im Baufallbericht von Dipl. Ing. und Architekt Dag Schröder nachzulesen, war die katholische Kirchenstiftung, Baulastträger die Stadt Bad Königshofen. Damals waren durch Einregungsstellen Deckenteile verrottet, sowie die Ständerkonstruktion der Laterne marode. Der Turm wurde mit reinem Naturschiefer in altdeutscher Deckung für Zwiebel und Haube neu eingedeckt. Mittlerweile haben Wind und Wetter dazu geführt, dass es an Teilen des Turmes wieder herein regnet und davon bereits auch die obere, einstige Türmerstube, stark betroffen ist. „Jetzt muss gehandelt und Fakten geschaffen werden,“ sagt Kirchenpfleger Manfred Staub.

Vor Ort im Gebälk des Kirchturms zeigt Michael Heusinger von der Kirchenverwaltung Bad Königshofen die bereits sichtbaren Schäden. Man erkennt an den Eichenbalken die Stellen, an denen es hereinregnet, wo das Wasser dann an den Längsbalken nach unten läuft und eben in der Decke der oberen Türmerstube zu erheblichen Schäden führt. Manfred Staub und Michael Heusinger berichten von einer nun anstehenden Notsicherung, um Schlimmeres zu verhindern. Dazu ist geplant mit einem Kran von außen bis zur Laterne zu gelangen und dort die Stellen abzudichten. Manfred Staub spricht von tragenden Teilen des Turmes, die bereits befallen sind. Solche Schäden erkennt man vor allem im oberen Teil der Laterne. Im Außenbereich, wo die Feuerglocke und ein Schlagwerk hängen, sind vor allem starke Verschmutzungen durch Vogelkot erkennbar.

Nach dieser Notsicherung ist dann eine grundlegende Sanierung Haube, die im Jahr 1603 aufgebracht wurde, notwendig. Dieses Datum ist aus einer Urkunde ersichtlich, die in der Turmkugel gefunden wurde. Dort heißt es: „Anno salutis 1603 ist dises Tach auf den Kirchthurm gemacht worden, als Julius des Geschlechts lezten von Mespelbrunn Bischoff zu Würzburg und Herzog zu Franken  etc und 30 Jahr in der Regierung gewesen. Aufgeführt sind dann die Namen der Pfarrer sowie der Ober- und Unterbürgermeisters, des Stadtamtmanns, Stadtschreiber, Schulmeister, Organist und Stadtknecht. Weiter heißt es: Werckleut des thurm Balthasar Khippel, Bürger allhie, Zimmermann, Endreß Aszuckh von Layste Schifferdeckher, Caspar Tripp Schlosser, Niclauß Schram Mahler beede Burger allhie. Actum den 3. Augusti 1603 ist der Knopf und Kreitz darauf gesetzt worden.“

Das war vor mehr als 400 Jahren. In den vergangenen Jahrhunderten wurden die beiden Turmhauben immer wieder instand gesetzt, allerdings dürften die Eichenbalken größtenteils noch aus der Erbauerzeit stammen. Lagen die Kosten für die Sanierung der beiden Turmhelme 1984 bei rund 320.000 Mark, so dürfte sich diese Summe wohl heute, in Euro, verdoppeln. „Sie werden sich sicher im sechsstelligen Bereich bewegen, sagt Kirchenpfleger Manfred Staub. Die Schäden im Turm sind bereits seit einigen Jahren bekannt und so hat sich auch die vorherige Kirchenverwaltung unter Rainer Buhlheller damit auseinander gesetzt und auf eine Renovierung gedrängt. Nun aber müsse endlich gehandelt werden, sagen Manfred Staub und Michael Heusinger. Dazu wurden bereits Gespräche mit der Stadt, sowie Zuschussgebern, darunter auch mit der Diözese Würzburg geführt und ein Architekturbüro beauftragt.

Unklar ist derzeit, wer die Kosten übernimmt. Bürgermeister Thomas Helbling und Michael Katzenberger von der Stadt Bad Königshofen zweifeln die Baulast an und verweisen auf die Finanzschwachheit der Stadt. Manfred Staub wiederum nennt die Unterlagen, die bis ins Mittelalter zurückreichen, als der Turm als Wachturm genutzt und mit einem Stadttürmer besetzt war. „Das muss noch geklärt werden,“ sagen beide Parteien. Michael Katzenberger verweist in diesem Zusammenhang auf die Stadtteile mit den Kirchtürmen und den Unterhalt durch die Stadt Bad Königshofen mit Stadtpfarr- , Kloster- und evangelischer Kirche.

Autor: Hanns Friedrich

 

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Das Hochfest Mariä Heimsuchung, seit Jahrzehnten ein Ortsfeiertag in Saal an der Saale, wurde in diesem Jahr im kleinen Kreis gefeiert. Aufgrund der Corona-Pandemie waren lediglich 200 Besucher gestattet, die den entsprechenden Abstand einhielten und Mund-Nasenschutz-Masken trugen. 180 hatten sich angemeldet und waren auf einer Liste notiert, die am Eingang zum Findelberg abgehakt wurde.

Der 22. März 2020. Wer hätte sich das je vorstellen können: ein Sonntagsgottesdienst ohne Kirchenbesucher. Pfarrer Karl Feser, der zu fast leeren Kirchenbänken spricht und Pfarrvikar Paul Mutume, der das Amt der Ministranten übernimmt. Die Predigt vor leeren Kirchenbänken durchaus eine Herausforderung für die beiden Geistlichen, denn nur fünf Personen waren zu diesem Zeitpunkt zugelassen, darunter der Mesner, Lektor, Mitglieder des Pfarrgemeinderates und Pastoralteams, sowie der Kameramann.

Seit wenigen Tagen ist ein neuer, lebensgroßer Corpus aus Kunstharz in Holztönen, für den Außenbereich geeignet, wieder in rund 11 Metern Höhe am Lahnbergkreuz in Eyershausen angebracht. 2019 wurde der Corpus aus Gründen der Sicherheit abgenommen. Wind und Wetter, aber auch Spechte, hatten ihm schwer zugesetzt, berichtete Clemens Behr von der Initiative Denkmalpflege Eyershausen.  Die Abnahme erfolgte durch  Rüdiger Stamm und Klaus Endres.

Der Gottesdienst ist unter: Google: Pfarreiengemeinschaft Grabfeldbrücke - Startseite | Facebook zu finden. Hier nach unten scrollen auf den Beitrag - In der Stadtpfarrkirche feierte Pfarrer Karl Feser den Gottesdienst zum 11. Sonntag im Jahreskreis. In seiner Begrüßung verwies er auf das Evangelium, in dem berichtet wird, dass  viele Menschen müde und erschöpft sind, wie Schafe, die keinen Hirten haben. Jesus Christus sei dieser Hirte für diese Menschen.

 Wenn an Fronleichnam, bedingt durch die Corona-Pandemie, schon keine Prozessionen sein dürfen, dann doch wenigstens ein Blumenteppich. „Ein Fronleichnam ohne Blumenteppich geht gar nicht,“ hatte Küster Bruno Scheublein in der Sakristei in Merkershausen geäußert und sofort stimmte Kathleen Kindermann, eine der Oberministrantinnen, zu. Unterstützung erhielt sie von ihrem Team Marie Wacker und Mira Kuhn.

 Das diesjährige Fronleichnamsfest war in Zeiten der Corona-Pandemie durchaus etwas Besonderes.  Es gab zwar keine Prozessionen, aber doch festliche Gottesdienste und hie und da sogar Blumenteppiche. In der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen war Pfarrer Josef Treutlein, Rektor am Käppele in Würzburg, zu Gast. Für ihn war das ein ganz erfreulicher Tag, denn erstmals in seiner priesterlichen Laufbahn durfte er das Fronleichnamsfest in seiner Heimatkirche feiern.

Als ein Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen hat Pfarrvikar Paul Mutume das Kreuzzeichen in seiner Predigt am Dreifaltigkeitssonntag heraus gesteltl. Jedes Gebet beginne mit dem Kreuzzeichen, ebenso jeder Gottesdienst. Im Zeichen des Kreuzes seien die Christen getauft.

Auch weiterhin gilt für die Gottesdienste Anmeldepflicht. In der Stadtpfarrkirche sind bis zu 50 Plätze entsprechend vorbereitet. Beim ersten Gottesdienst mit Eucharistiefeier und Kommunionspendung am kommenden Sonntag, 7. Juni, wird Pfarrer Feser selbst die Kommunionausteilung vornehmen.

Auf großes Interesse stieß die erste und gleichzeitig letzte Marienandacht für den Monat Mai in Bad Königshofen. Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten die Andachten entfallen. Pfarrer Karl Feser und der Pfarrgemeinderat hatten zur Urbanischanze eingeladen. Die Gläubigen brachten ihre Sitzgelegenheit selbst mit.

Eine Wallfahrt kann man nicht so einfach abhaken, die ist im Gedächtnis eines jeden, der einmal mit dabei war,“ sagen die Wallfahrtsführer Engelbert Brüger und Günther Meissner. So war es für viele fast selbstverständlich an den Wallfahrtstagen sich auf den Weg in das oberfränkische Vierzehnheiligen zu machen. Sie kamen in Einzelgruppen aus Bad Neustadt, Sulzfeld, Klein- und Großeibstadt, Bad Königshofen, Merkershausen, Eyershausen und anderen Ortschaften. Kein Wunder, dass der ehemalige Wallfahrtspfarrer Josef Treutlein (Würzburg) sagt: Ich bin stolz auf meine Wallfahrer!

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