Türmergild hält Weihnachtsbrauch aufrecht – Als Franziska Hofman (Großeibstadt) und Günter Meißner die 178 Stufen zum Turm der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen am Heilig Abend kurz vor 21 Uhr emporstiegen, freuten sie sich schon auf den Ausblick auf die Stadt. "Es ist so etwas Schönes, wenn man die Ruhe spürt, kaum ein Auto fährt, die Lichter am Christbaum, einfach wunderbar." Eindrücke, die man nicht so schnell vergißt. "Heiligabend über den Dächern der Stadt Bad Königshofen und dann noch das 200 Jahre weithin bekannte "Stille Nacht."
Vier neue Schafe komplettieren die Krippenlandschaft
Weihnachtskrippe der Stadtpfarrkirche 90 Jahre alt – Wie in vielen Kirchen, haben am Heiligen Abend auch in der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen vor allem die Kinder, aber auch Erwachsene die Weihnachtskrippe im Blick. In den vergangene Jahren wurden die in die Jahre gekommenen Gipsfiguren durch handgeschnitzte Darstellungen ersetzt. Immer wieder gab es Spender, die eine weitere Figur finanzierten. Nun sind weitere vier Schafe dazu gekommen, die eine Bad Königshofenerin, die nicht genannt werden möchte, bei dem Milzer Bildhauer Dieter Frank in Auftrag gab. Am Samstag wurden sie in die Schafherde integriert.
Rhöner spendiert Christbaum für die Stadtpfarrkirche
Seit einigen Jahren schon sind die Küster der Kirchen im Bereich der Stadt Bad Königshofen auf der Suche nach einem Christbaum. Es sind meist die Aufrufe in den Medien, die Bürgerinnen und Bürger veranlassen, einen Weihnachtsbaum zu spendieren. Der Grund: Vor einigen Jahren hat der Bad Königshofener Stadtrat beschlossen, aus Kostengründen den Kirchen keine Weihnachtsbäume mehr aus dem Stadtwald zur Verfügung zu stellen. Die Stadt selbst geht "mit gutem Beispiel" voran und bittet seitdem auch um einen stattlichen Baum am Marktplatz. Michael Löhr, Küster der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen ließ denn auch einen Aufruf in unsere Zeitung setzen, mit der Bitte einen Baum für das Gotteshaus zu spenden.
Nur fünf Gruppen unterwegs – Zum ersten Mal in der Geschichte der Sternsinger von Bad Königshofen, haben sich nicht genügend Kinder und Jugendliche gemeldet, die als Dreikönige und Sternträger durch die Straßen ziehen. Das hat zur Folge, dass man sich im Pfarrhaus entschied, Anmeldezettel in der Stadtpfarrkirche und in der evangelischen Kirche auszulegen, auf denen sich diejenigen eintragen sollten, die von den Sternsingern besucht werden wollen. "Es gibt keine andere Möglichkeit, sonst ist das von den wenigen Gruppen nicht zu schaffen," sagt Pfarrer Karl Feser.
Seit mehr als 70 Jahren gibt es den Brauch in Bad Königshofen, dass am Dreikönigstag die "Heiligen Drei Könige" mit Sternträger die Häuser in der Stadt besuchen. Sie bringen den Segen der Weihnacht in die Familien. Also ein Brauch, der sich bis heute erhalten hat. Bereits im vergangenen Jahr war es schwierig, Jungs und Mädels zu finden, die am Dreikönigstag bereit sind, als Kaspar. Melchior und Balthasar oder Sternträger durch die Straßen der Stadt zu gehen.
Alle Jahre wieder: Jungs und Mädels als Sternsinger gesucht
Seit mehr als 70 Jahren gibt es den Brauch in Bad Königshofen, dass am Dreikönigstag die "Heiligen Drei Könige" mit Sternträger die Häuser in der Stadt besuchen. Bereits im vergangenen Jahr war es schwierig, Jungs und Mädels zu finden, die am Dreikönigstag bereit sind, als Kaspar. Melchior und Balthasar oder Sternträger durch die Straßen der Stadt zu gehen. Die Oberministranten der Stadtpfarrei Bad Königshofen sind deshalb auch in diesem Tagen wieder auf der Suche nach Freiwilligen, die sich an diesem Tag Zeit nehmen und den Brauch weiter führen
Es ist schon fast Tradition, dass am Ende des Blaulichtgottesdienstes für die Wehrleute, Rettungskräfte, Notärzte und Notfallseelsorge Kerzen als Hoffnungszeichen angezündet werden. So war es auch am Sonntag in der Hollstädter Kirche. Dann standen die Gottesdienstteilnehmer um den Altar, beteten gemeinsam das Vater unser und gingen mit dem Segen nach Hause
Ehrungen beim Kirchenchor St. Cäcilia – Wenn der Kirchenchor St. Cäcilia in der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen einen Gottesdienst umrahmt, ist das immer etwas Besonderes und Schönes. Das sagte Pfarrer Karl Feser am Samstagabend. Denn auch da gestaltete der Kirchenchor St. Cäcilia die Messfeier. Ein Grund dafür war die Schutzpatronin, die Heilige Cäcilia, deren Fest am Mittwoch begangenen wird, aber auch eine Ehrung durch Pfarrer Karl Feser. Seit 40 Jahren ist Theresia Weigand (am unteren Roth) Bad Königshofen im Chor, 25 Jahre sind es bei Theresia Weigand (Rentamtstraße) in Bad Königshofen.
Martinszüge in Bad Königshofen und Merkershausen – Die Erzählung von Sankt Martin und das Martinsspiel standen auch in diesem Jahr im Mittelpunkt der Martinszüge. So am Sonntagabend beim ökumenischen Martinszuges in Bad Königshofen. Musikalisch wurde dieser wieder von der Stadtkapelle Bad Königshofen umrahmt und natürlich war auch St. Martin hoch zu Roß dabei. Am Kirchplatz gab es das Martinsspiel und den Martinsweck, sowie Kinderpunsch.
"Es ist unglaublich, was in Bad Königshofen und im Grabfeld, aber auch im Landkreis alles geschieht, um unsere Katecheten mit Fahrrädern auszustatten." Das sagte der Bad Königshofener Pfarrvikar Paul Mutume, als am Freitagnachmittag Manfred Staub, Vorsitzender des Gesangvereins Harmonia und seine Stellvertreterin Margit Rudolf einen Geldbetrag von 1005,20 Euro überreichten. Dieser Betrag war bei einem Benefizkonzert am 21. Oktober zusammen gekommen.
Mit einer großen Plakatwand am Rathaus erinnern Stadt Bad Königshofen, die Kirchengemeinden und der Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld e.V. an die Pogromnacht vor 80 Jahren. Diese ging auch nicht an der Synagoge vorbei. Zwar wurde sie nicht nieder gebrannt, aber man zerstörte die Inneneinrichtung und die Ritualien, darunter die Ritualien der jüdischen Gemeinde Sulzdorf an der Lederhecke, die hier deponiert waren. In den Tagen nach der Pogromnacht mussten jüdische Männer das gesamte Mobiliar, auch den Thoraschrein, zu Brennholz zerhacken.
Das Markusevangelium nahm der evangelische Pfarrer Lutz Mertten als Grundlage für seine Ansprache am Friedhof in Bad Königshofen am Allerheiligentag. Gemeinsam mit seinem katholischen Mitbruder Pfarrer Karl Feser erinnerte man in ökumenischer Gemeinsamkeit an die Vergänglichkeit des Menschen. In diesem Tagen komme man zum Friedhof, um derjenigen zu gedenken und sich an sie zu erinnern, die gestorben sind. Eines Tages werden Andere hier stehen und an uns denken, denn "den eigenen Tod muß jeder sterben." Christen würden allerdings auf die Vollendung ihres Lebens bei Gott hoffen